Die Erziehung des Boxers / Hundes
Die nun folgenden Tipps sollten Sie bei der Erziehung beherzigen, um auch Freude an dem Miteiander mit Ihrem geliebten Tier zu haben. Keinesfalls "vergewaltigen" Sie Ihren Hund damit, denn er ist durch sein "Wolfserbe" bereit sich unter zu ordnen und zu gehorchen. In seinen Erbanlagen sind Eigenschaften gespeichert, die wir als Hundehalter entdecken und fördern müssen. Gelingt Ihnen die Ausbildung Ihres Hundes, kommt es zu einer echten Partnerschaft zwischen Hund und Halter.
Der Hund und seine Artgenossen
Ein Hund braucht den Kontakt zu seinen Artgenossen, damit er später nicht nur mit Menschen klar kommt. Lassen Sie also ruhig den Hund auf andere Artgenossen zulaufen. Reißen Sie ihn nicht weg, oder nehmen Sie ihn nicht aus Furcht auf den Arm. Er könnte später daraus ein Überlegenheitsbedürfnis entwickeln, oder aber zu einem sehr ängstlichem Tier werden.
Hunde tauschen typische Rituale aus:
- Gegenseitiges Beschnuppern an der Nase
- Gegenseitiges Beschnuppern unter der Rute
- Gemeinsames Markieren / Beinheben
- Imponiergehabe durch Fellstellen und Knurren
Entwicklung analog zur Erziehung
In der Entwicklung des Hundes gibt es Phasen, in denen er besonders gut / schnell lernt. Versäumt man diese Phasen, kann es sein, dass er es gar nicht mehr lernt.
- achte bis 12. Woche - Sozialisierungsphase:
Mit ca. acht Wochen kommt der Welpe zu Ihnen nach Hause. In dieser Zeit wird die Beziehung zu Menschen sehr stark geprägt. Spielen Sie viel mit dem Welpen! - Jetzt ist auch die beste Zeit, um Ihren Familienzuwachs stubenrein zu bekommen und an das Autofahren zu gewöhnen.
- 13. bis 16. Woche - Rangordnungsphase:
In dieser Phase lernt der Hund die elementaren Kommandos, wie SITZ, PLATZ, PFUI / AUS und KOMM. Desweiteren lernt der Hund in dieser Zeit, dass er Menschen nicht anspringen soll und auch von Zeit zu Zeit allein zu Hause bleiben muss. - Setzen Sie sich durch! Er muss spüren, wer die Autorität inne hat, sonst wird er versuchen in der Hirarchie zum "Rudelchef" aufzusteigen. Er wird sich dann nie wieder unterordnen wollen.
- 17. bis 24. Woche - Umgebungsbewußtsein:
Ihr Hund wird mit dem fünften Monat langsam selbständig. Erziehungstechnisch braucht er nun eine festere Hand. Vertiefen Sie alle Übungen und bringen Sie ihm den Befehl FUSS bei.
- sechster bis 12. Monat - die sogenannte Pubertät:
Ihr Hund testet nochmals die Grenzen. Bleiben Sie "Rudelchef"! Der Hund sollte mit Vollendung des ersten Lebensjahres Kommandos wie: SITZ, PLATZ, KOMM, BLEIB, FUSS, HALT kennen und befolgen, egal, ob angeleint, oder frei laufend.
Wie Hunde lernen...
Hunde haben einige Veranlagungen, die sich der Mensch zu nutze macht. Dazu zählt zum Beispiel der Meutetrieb. Hunde schließen sich einem Rudel an (Familie). Der Hundehalter nimmt den Platz des "Rudelchefs" ein. - Durch das außerordentliche Wahrnehmungsvermögen, Aufmerksamkeit und Gedächtnis sind sie in der Lage ein gewisses Lehrprogramm zu absolvieren.
- Hund und Tierarzt
Halsband und Leine
Das Tragen eines Halsbandes wird Ihr Hund als lästig empfinden. Der junge Hund wird es als Fremdkörper wahrnehmen und sich in seiner Beweglichkeit beschränkt fühlen. Gewöhnen Sie ihn langsam daran, indem Sie ihm das Halsband anlegen, wenn er abgelenkt ist (z.B. beim Fressen). Hat sich der Hund mit dem Tragen des Halsbandes abgefunden, können Sie ihn anleinen. Erste Übungen sollten an ruhigen Plätzen stattfinden, wo der Hund sich voll auf SIe konzentrieren kann (z.B. im Garten) Lassen Sie sich von dem Hund führen. Zerren Sie auf keinen Fall an der Leine. (Der Hund muß annehmen, daß er den Zug ausübt, indem er sich gegen die Leine sträubt!) Lassen Sie niemals den Hund mit der Leine spielen, oder darauf herum kauen. Das untergräbt die Autorität. Die Leine soll Ihr verlängerter Arm sein, an der (locker durchhängend) Ihr gut erzogener Hund später nebenher läuft.
Lob und Tadel
Grundlegendes: Auf jede Strafe sollte ein Lob folgen!
Verwenden Sie immer die gleichen Kommandos, um den Hund nicht zu verwirren!
Es gibt kein "Bitte" in der "Hundesprache", also akzentuieren Sie ihre Kommandos richtig!
Wenn Sie ihren Hund Loben sollte ihre Stimme klingen. Streicheln und tätscheln Sie den Hund erst nach der gesamten Übungseinheit und nicht mittendrin. - Beim Tadeln gibt es zwei Arten: Energische Kommandos, wie "Pfui", oder kombiniert mit einem physischer Strafe (kurzes heftiges Schütteln am Nackenfell)
Bedenken Sie: Strafen Sie ihren Hund nur exakt zu dem Zeitpunkt, wo er etwas anstellt!






