Was sind Pitbulls ?
Laut Mitteilung des Innenministeriums des Landes Mecklenburg-Vorpommern werden in der
Hundehalterverordnung des Landes alle Molosserrassen von der Kennzeichnung als gefährliche
Hunderassen gestrichen.
Damit entfallen für diese Rassen die sogenannten Kampfhundesteuern und die Pflicht zu Wesens- bzw. Sachkundeprüfungen.
Hundehalterverordnung Mecklenburg-Vorpommern
vom 04.07.2000.
In der Politik wird immer wieder
der so genannte "Kampfhund" erwähnt. Doch welche Hunde darf man wirklich
als Kampfhunde bezeichnen?
In der Kynologie weiß man, dass über die Jahrhunderte verschiedene Typen
von Hunden gezüchtet worden sind. Die verschiedenen Rassen sind durch gezielte
Auswahl ihrer Erbanlagen für bestimmte Aufgaben gezüchtet worden. Daraus resultieren
, etwas vereinfacht dargestellt, Schutz-, Haus-, Hof-, Jagd-, Wind-, Gebrauchs- und Gesellschaftshunde.
Auch Terrier hatten ein ursprüngliches Zuchtziel. Sie sollten Ställe und Kornspeicher
von Ratten, Mäusen und anderem Raubwild zu säubern – die Hunde bissen
diese kurzerhand tot. Der Bulldog wiederum wurde als furchtloser Kämpfer mit
Bullen eingesetzt. Der Bullterrier, eine Kreuzung aus Bulldog und Terrier vereinigte den Mut beider Rassen in sich.
Um einen so genannten "Pit Bull Terrier" zu züchten, suchte man besonders
draufgängerische, aggressive Hunde für die Weiterzucht aus. "Pit" bedeutet
Kampfgrube oder Kampfarena, wo die - allerdings damals schon verbotenen -
Hundekämpfe stattfanden.
Die Fédération Cynologique Internationale, FCI, die weltweite Dachorganisation aller Zuchtverbände, erkennt den Pit Bull Terrier nicht als eigenständige Rasse an. Da sie ursprünglich nur für den "Pit" gezüchtet wurden, bezeichnet man diese Hunde zu Recht als "Kampfhunde". Im vorletzten Jahrhundert sind englische Staffordshire Bull Terrier nach Amerika gekommen, wo man diese größer als ihre englischen Ahnen zu züchten begann und fortan "American Staffordshire Terrier" nannte. Diese Rasse wurde hauptsächlich für Ausstellungen gezüchtet. Sie gelten als besonders kinderlieb. Zusammenfassend bedeutet dies, dass nicht jeder Bullterrier heute noch als Kampfhund bezeichnet werden kann.






