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Zeckenbiß, was tun ?


... ist bemerkenswert. Die Besamung des Weibchens erfolgt in dem Zeitraum, wenn sie sich an ihrem Wirt festgesaugt hat. Nach der Besamung des Weibchens stirbt das Männchen, während das Weibchen, das genug Blut getrunken hat, um einen Vorrat an Eiweißstoffen zur Entwicklung der Eier zu haben, sich von ihrem Wirt fallen läßt und an einem geschützten Platz am Boden bis zu dreitausend Eier ablegt. Aus den Eiern schlüpfen mikroskopisch kleine, durchsichtige Larven (Larven haben nur sechs Beine in diesem Entwicklungsstadium.), die sich an kleine Tiere, wie Nager, Eidechsen etc. heften, um bei ihnenLebenszyklus einer Zecke ihre erste "Mahlzeit zu sich zu nehmen". Nachdem sie sich vollge- sogen haben, lassen sie sich fallen. Sie wechseln im Boden ins nächste Entwicklungsstadium. Sie werden zu Nymphen. (Jetzt besitzen sie wie ausgewachsene Zecken vier Beinpaare.) Die Nymphen suchen sich bereits einen größeren Wirt, wie z.B. Hasen, Hauskatzen und Marder. Eine größere Gefahr stellen Nymphen-Zecken noch nicht dar. Die vollgesogene Nymphe verläßt ihren Wirt wieder, um sich nach einigen Wochen in eine geschlechtsreife, erwachsene Zecke zu verwandeln, die bereits einen "großen" Wirt (einschließlich des Menschen) befallen kann. Unter optimalen Bedingungen (ca. 25° Celsius und einer Luftfeutigkeit von ca. 80%) hält die Entwicklung der Zecke ungefähr sechs Monate an. Unter schlechten Bedingungen kann die Entwicklung einige Jahre dauern.

Weltweit gibt es rund 800 verschiedene Zeckenarten. Die in Gemeiner Holzbockunseren Regionen am häufigsten auftretenden Formen heißen: Gemeiner Holzbock, Auwaldzecke, Schafzecke, Braune Hundezecke, Igelzecke & Taubenzecke. Für den Hund gefährlich sind vor allem: Hundezecke, Auwaldzecke & Holzbock.

Man findet Zecken auf wilden Grasflächen, im Unterholz und in Sträuchern. Zecken lassen sich nicht, wie oft angenommen, von Bäumen fallen. Vielmehr verharren sie z.B. an Grashalmen, und lauern ihrem neuen Wirt auf. Diesen erkennen sie schon aus großer Distanz. Diese Parasiten verfügen über hervorragende Riechorgane an den Vorderbeinen. Kommt der Wirt in Reichweite, sind Zecken in der Lage in Bruchteilen von Sekunden sich an diesen zu heften. Von der Körperwärme angezogen, krabbeln sie durchs Fell auf die Haut und bohren ihr Saugwerkzeug hinein.

Im Speichel befinden sich Gifte, die die Haut narkotisieren. Gleichzeitig verhindert der Speichel ein Gerinnen des Blutes...

Im Speichel sind unter anderem auch Substanzen enthalten, die das Saugwerkzeug der Zecken quasi "einzementieren". Besorgen sie sich eine Zeckenzange oder geeigneten Ersatz und fassen Sie die Zecke dicht hinterm Kopf. Nun drehen sie behutsam das Tier aus der Haut. Desinfizieren sie den Stichwunde. Sollten danach noch Schwellungen, etc. auftreten, bringen sie den Hund zum Tierarzt.

(Am gefährlichsten ist die virale Enzephalitis,Die Zecke in ihren unterschiedlichen entwicklungsstufen eine durch Viren verursachte Gehirnhautentzündung. Diese läßt sich praktisch nicht behandeln. Diese Krankheit kann bis zum Tod führen. - Lassen Sie sich aber nicht verrückt machen! - Die Wahrscheinlichkeit eines Zeckenbisses einer solch infizierten Zecke besteht schon eher in südlicheren Regionen. Man sollte zwar vorsichtig sein, aber nicht panisch werden. Sie können am besten vorbeugen, wenn Sie sich, Ihre Familie und den Hund nach einem (Wald)-Spaziergang gründlich nach Zecken absuchen.)

Impfen kann man den Hund gegen den Befall von Zecken nicht, nur gegen den durch Zecken übertragenen Borreliose-Erreger vom Typ Borrelia burgdorferi.
Am besten geeignet zur Vorsorge: Sogenannte "SPOT-ON-PRÄPARATE". Diese schädigen den Geruchssinn des Parasiten und lähmen ihn. Fragen Sie dazu Ihren Tierarzt!